Der Traum vom Fliegen

"Selbst ein Flugzeug zu steuern ist einfach mit nichts anderem zu vergleichen"

Mit unseren vereinseigenen Schulungs- und Leistungssegelflugzeugen wird dieser Traum auf eine besondere Art und Weise wahr. Lautlos gleitest Du über die mittelhessische Landschaft und erlebst Natur, Dörfer und Städte aus der Vogelperspektive, nur von der Thermik "angetrieben".

Erlebe das Zusammensein in unserem Verein und die freundliche und kollegiale Atmosphäre auf dem Segelfluggelände.

Ausbildung

Ab 14 Jahren kann man das Segelfliegen lernen. Eine besondere Leistungsfähigkeit ist nicht nötig.  Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht.

Vom ersten Flug an, darfst Du das Flugzeug steuern. Dein Fluglehrer unterstützt Dich bei jedem Manöver. Du lernst das Fliegen von Anfang an. Auch am Boden lernst Du alles, was nötig ist, damit ein Segelflugzeug in die Luft kommt.

Schon nach ca. 15 Flugstunden mit dem Fluglehrer darfst Du ganz alleine Fliegen. Als Schüler erreicht man diesen Punkt je nach Eifer und Können, nach 60-120 Starts an unserer Seilwinde. Mit etwas theoretischem Unterricht und ausreichender Übung schließt man seine Ausbildung nach 2-3 Jahren mit der Segelfluglizenz ab.

Gesundheit

Regelmäßige ärztliche Untersuchungen (je nach Alter alle 1-5 Jahre) stellen sicher, daß Du an den Steuerknüppel kannst und darfst. Eine normale körperliche Verfassung ist für das Fliegen ausreichend.

Zeit

Die Zeit, die man für den Segelflug und das Erlernen des Fliegens investieren möchte, hängt vom eigenen Anspruch und der Zeit , die man einfach übrig hat ab.

Für den Segelflug schwankt dies zwischen 1-2 mal im Monat in den Sommermonaten und der Nutzung fast jeden freien Tages.  Geflogen wird an allen arbeitsfreien Tagen zwischen März und November. Im Winter solltest Du ein paar Wochenend-Tage für theoretischen Unterricht und Arbeitsstunden einplanen.

Man hat bis zur Prüfung 4 Jahre Zeit nach dem man mit der Ausbildung begonnen hat. Wer jedes Wochenende Zeit hat, kann die Ausbildung auch schon mal in einer Saison schaffen.

Kosten

Segelfliegen ist nicht teuer. Für nur 75,-Euro im Monat (Schüler die Hälfte) fliegt man bei uns. Die Ausbildung und alle Start an der Seilwinde sind darin enthalten. Dies ist möglich, da sich alle Fluglehrer und Mitglieder ehrenamtlich einbringen.

(Kosten)

Technik

Die Technik des Segelfliegens ohne Motor ist seit Jahrzehnten erpobt und ausgereift. Segelflugzeuge haben eine Festigkeit. die höher ist, als die einer modernen Verkehrsmaschine.

Unsere gute und fundierte Ausbildung durch unsere Fluglehrer und Dein regelmäßiges Flugtraining an Wochenenden gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit.

Ausprobieren

Wer noch nicht ganz sicher ist, ob das Fliegen das Richtige ist, kann auch mit einer dreimionatigen Probemitgliedschaft beginnen. 

Wir freuen uns auch immer über Besucher die einfach nur zum Zusehen oder auf einen kleinen Plausch vorbeikommen.

Wenn Du ein Teil unseres Vereines werden möchtest, dann kannst Du zu uns an einem Samstag ab 13:00 Uhr oder an einem Sonn-/Feiertag ab 10:00 Uhr auf das Fluggelände in Amöneburg kommen.

Noch Fragen? Schreib uns an verein@fsv-blitz.de

Bis bald auf dem Flugplatz.

Deine Flugsportvereinigung Blitz e.V.

17.09.2011
Mein Kindheitstraum vom Fliegen wurde wahr

Nach insgesamt 76 Starts und Landungen und einer gesamten Flugzeit von 11 Stunden und 53 Minuten war es endlich soweit, ohne Fluglehrer unsere Schulungsmaschine (K13) allein in die Luft zu bringen und auch wieder sicher zu landen.

Welch ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit: Selbst ein Flugzeug zu steuern ist mit nichts Anderem zu vergleichen. Ich war stolz wie ein Pfau, mit fast 59 Jahren mir diesen Kindheitstraum erfüllen zu können.

Am 17.09.2011 bin ich etwas später als sonst auf unseren Segelflugplatz unterhalb der Amöneburg gefahren, um den anderen Kameraden beim Fliegen zuzusehen und ein wenig mitzuhelfen, dass sie in die Luft kommen.
Ich hatte an diesem Wochenende Balu zu Gast (Hund von meinem Freund) und  war auf Fliegen gar nicht eingestellt. Es war noch ein schöner warmer Herbsttag, und es waren  viele Mitglieder mit Ihren Familien und auch Gäste am Platz, um das schöne Wetter und vor allem die Stimmung rund um das Fliegen zu genießen. Meine Freundin Marion kam dann auch noch mit Ihrem Hund und ich fühlte mich so richtig wohl.

Die Hälfte des Nachmittags war schon vorüber, da kam Jörn, einer meiner Fluglehrer, zu mir und meinte er wolle mit mir fliegen, ich solle mich fertig machen. Ich spürte heute war es anders als sonst, ich konnte es nur noch nicht deuten. Ich flog mit Jörn eine Platzrunde und nach der Landung mit der üblichen Manöverkritik meinte er dann, den nächsten Flug solle ich mit Tobi machen, auch einer meiner Fluglehrer.

Jetzt war mir auf einmal klar was sie heute mit mir vorhatten, so viele Fluglehrer auf dem Platz, zwei Flüge mit zwei Fluglehrern, dieses Tuscheln unter den Fluglehrern!

Die Platzrunde mit Tobi war soweit auch in Ordnung, und danach sollte ich zum dritten mal in die Luft, was eigentlich unüblich ist. Ich war mit meiner Startvorbereitung  fertig und sah, dass Tobi noch neben mir am Flugzeug stand. Und nicht wie üblich auf dem Fluglehrerplatz, nämlich hinter mir. Ich fragte ihn, ob er denn nicht einsteigen möchte, er lachte und sagte zu mir: "Jetzt fliegst du mal alleine!"

Mein Gespür hatte mich also nicht getäuscht, ganz schön clever diese Burschen, nur keine Nervosität beim Flugschüler erzeugen, einfach ins kalte Wasser schmeißen, kann man ja verstehen.

Ab jetzt mußte ich alleine zeigen, was ich gelernt hatte. Kein Fluglehrer mehr hinter mir, der in irgendwelche Flugmanöver eingreifen könnte.
Jetzt war ich ganz allein auf mich gestellt, angespannt, konzentriert, aber innerlich ganz ruhig. Voller Freude spulte ich einfach mein Erlerntes ab. Drei Platzrunden flog ich hintereinander. Bei der zweiten Platzrunde, brach es einfach aus mir heraus, und ich schrie vor lauter Glückseligkeit so laut ich konnte. In diesem Moment war ich einfach nur glücklich und stolz. Meine drei Flüge waren, bis auf die zweite, zu harte Landung, gut gelungen und meine Fluglehrer waren mit meiner Leistung, die sie vom Boden aus mit verfolgten, zufrieden.

Und dann war es soweit: Nach altem Brauch bekam ich einen imposanten, farbenfrohen Strauß mit Gräsern, Brennnesseln, Sträuchern, Dornen und bunten Blumen von meinen Fluglehrern überreicht, und alle gratulierten mir zu meinem ersten Alleinflug. Ganz besonders stolz war meine Freundin auf mich, und anschließend durften alle Anwesenden (und es waren viele) mir kräftig einen Klapps auf meinen Hintern geben.
Der Abend klang mit Steaks, Bratwürstchen, Getränken und schönen Anekdoten aus früherer Zeit aus.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Vereinsmitgliedern bedanken, vor allem aber bei meinen Fluglehrern, die mitgeholfen haben mir diesen Traum vom Fliegen zu erfüllen.

Ich fühle mich bei Euch richtig wohl und genieße jede Minute, die ich auf dem Platz verbringen darf.

Danke, euer Norbert.

 

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20.10.2012
Freiflug von Philipp Schreiber

Am 10.6.2012 hatte ich meinen ersten Ausbildungsflug mit der ASK 13.  Vier Monate und 66 Flüge später, am 20.10.2012 war es dann so weit.

Der Flugtag fing ganz gewöhnlich an,  jeder Flugschüler machte mit dem Fluglehrer Tobi zwei Flüge. Doch am Abend sollte ich noch einmal mit Fluglehrer Roland fliegen. Nach diesem Flug war mir klar, ich sollte mich freifliegen.

Roland gab mir noch ein paar Tipps und ich startete zu den drei schönsten Platzrunden in meinem bisherigen Fliegerleben. Als ich nach der dritten Landung zum Stehen kam, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Nachdem ich aus „meiner“ ASK 13 ausgestiegen war, gratulierten mir alle.

Flo überreichte mir einen riesigen Strauß voller Dornen und Disteln. Nun durfte mir jeder einen Klaps auf meinen Allerwertesten geben. Den Tag ließen wir mit Würstchen und kalten Getränken gemütlich ausklingen.

Einen Tag später, am 21.10.2012, flog ich dann das erste Mal mit einem Einsitzer (K 8) und das war noch mal was ganz anderes, nämlich noch viel besser als mit einem Doppelsitzer.

Danke an alle, die mich unterstützt haben, und ein großes Dankeschön an die Fluglehrer.

Philipp Schreiber

19.04.2012
Mein erster Überlandflug

Vor drei Jahren habe ich mit dem Segelfliegen begonnen, so langsam neigt sich meine Ausbildung dem Ende zu.

Am 8 April kam ich, so wie immer, auf den Flugplatz. Das Wetter war gut und meine theoretische Prüfung hatte ich schon vor gut einem Jahr absolviert. Also stand nur noch der 50km Flug der Praktischen Prüfung im Wege. Ich fragte meinen Fluglehrer Flo was er von meinem 50 km Plan hält. Er gab grünes Licht also machte ich den Transportanhänger für eine eventuelle Außenlandung fertig. Erhard, ein anderer Flugschüler hatte bereits denselben Plan.

Wir sprachen ab, dass erst ich, und dann er fliegt. Als Ziel suchten wir uns Pohlheim aus. Wir schlossen unsere Flugplanung ab und rüsteten das Flugzeug mit einer Batterie und einem Fallschirm aus. Als wir es gecheckt hatten schoben wir es an die Startstelle. Ich startete, fand keine Thermik und landete direkt wieder. Alle sagten dass ich es gleich nochmal probieren sollte. Jetzt ging es endlich aufwärts. In 1300 Meter flog ich schließlich ab. Der Weg war nicht leicht da ich die Gegend nicht kannte. Ich konnte mich allerdings sehr gut an der A5 orientieren. Nach ca. 45 Minuten kam ich in gut 400 Meter über dem Flugplatz Pohlheim an. Nun wurde ich etwas nervös, denn das war erst der Hinweg. Also flog ich eine gefühlte Stunde über dem Flugplatz Pohlheim um erneut Thermik zu finden. Irgendwann fand ich wieder den Anschluss und flog in 1000 Meter weiter. Es ging also wieder Richtung Amöneburg. Der Rückweg ging erstaunlich leicht. Ich stieg in einem "Bart" 5 m/s, und die erreichte Höhe von 1600 Meter sicherte mir den Heimweg.

Ich landete mit einem sehr guten Gefühl in Amöneburg. Wir schoben das Flugzeug wieder an den Start. Erhard packte sich seine Unterlagen und startete sofort. Er schaffte es bei seinem dritten Start auf ausreichend Höhe zu kommen. Er hatte es nicht leicht denn es war schon spät und die Thermik lies nach. Er schaffte es bis Pohlheim, auf dem Rückweg war es schon zu spät, so dass sich keine Thermik mehr entwickeln konnte. Er entschloss sich zur Außenlandung, er landete sicher auf einem Acker bei Grünberg. Uli, Flo und Ich hängten den Anhänger ans Auto und machten uns auf den Weg nach Grünberg. In Grünberg angekommen rüsteten wir den Flieger ab und schon ging es wieder zurück nach Amöneburg. Dort angekommen beendeten wir den Tag bei einem schönen Sonnenuntergang und Getränken.

Max Haubold

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03.10.2012
Freiflug Quinten

Am 9. Juni begann ich meine Ausbildung mit einer Sondergenehmigung. Nach 44 Starts war es soweit. Mein erster Alleinflug.

Am Morgen des 3.10. kam ich auf den Flugplatz mit der Hoffnung, heute alleine fliegen zu dürfen, denn ich hatte Geburtstag und hatte somit das Mindestalter erreicht. Doch meine Hoffnung hielt nicht lange an da das Wetter zum alleine fliegen mehr als schlecht war.

Es wehte ein relativ starker Wind aus westlichen Richtungen. Ich machte an diesem Tag 4 Starts mit meinem Fluglehrer Steffen.

Gegen Abend war der Wind nicht mehr so bockig und ich sollte nochmal ran. Ich machte mich fertig und schnallte mich an, gerade als ich mit dem Check beginnen wollte, stand mein Fluglehrer neben mir und grinste.

Ich wusste was er meinte, ich sollte jetzt alleine fliegen. Er gab mir noch ein paar Tipps und Anweisungen zur Landung da es nicht die übliche Landerichtung war.

Es ging los! Es war ein unbeschreiblichen Gefühl ein Flugzeug mit 14Jahren  alleine zu fliegen und es hat richtig Spaß gemacht ich wollte nicht mehr aufhören.

Nach 3 sicheren Starts und Landungen bekam ich einen Staus aus Disteln und Dornen und noch von jedem einen ordentlichen Klaps auf den Hintern, das ist bei Segelfliegern so üblich.

Ich bedanke mich bei allen die mich unterstützt haben, besonders bei meinen Eltern und Fluglehrern.

Gruß Quinten

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24.08.2012
AG Segelfliegen 2012 der Ohmtalschule Homberg (Ohm)

Auch in diesem Jahr haben wir in Kooperation mit der Ohmtalschule Homberg (Ohm) eine AG Segelfliegen angeboten.

An drei Nachmittagen waren insgesamt 8 Schülerinnen und Schüler auf unserem Platz zu Gast und haben 30 Starts mit Fluglehrer gemacht. Mit insgesamt fünf Flugstunden hatte jeder Teilnehmer zusätzlich einen längeren Thermikflug mit bis zu 1200 Metern Höhengewinn.

Die AG Segelfliegen läuft seit dem Schuljahr 2010 in Kooperation mit der Ohmtalschule Homberg (Ohm) unter der Leitung von Jörn Ludwig. Die AG wird von durchschnittlich 10 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 7 bis 10 aus den Bildungsgängen Haupt- und Realschule sowie Gymnasium besucht. Theoretische Grundlagen und der Bau von Segelflugmodellen werden in der Ohmtalschule und auf dem Segelfluggelände vermittelt.

Die AG ist für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos und wird von einem zehnköpfigen ehrenamtlichen Team der FSV Blitz Amöneburg e.V. betreut.

Besonderer Dank gilt unseren Fluglehrern Markus Preis, Tobias Deinzer, Florian Weitzel, Steffen Schubkegel und Roland Eder für ihren unermüdlichen Einsatz für das Gelingen der AG.

Jörn Ludwig
Lehrkraft der Ohmtalschule
Segelfluglehrer der FSV Blitz Amöneburg